Klasse 6 a vom Gymnasium Petershagen gewann Wettbewerb

250 Euro hat die Klasse 6 a vom Gymnasium Petershagen – hier mit Politiklehrerin Susanne Burmester – bei einem Schülerwettbewerb rund ums Handy gewonnen. MT-Foto: Ulrike Mißbach

Die Ergebnisse ihrer Arbeit schickten die Sechstklässler an die Bundeszentrale für politische Bildung, die zu einem Schülerwettbewerb zum Thema „Handy” aufgerufen hatte. ~ Vor einigen Tagen flatterte den Gymnasiasten ein Glückwunschschreiben ins Haus: „Herzlichen Glückwunsch, eine 40-köpfige Jury hat euren Beitrag mit einer Geldprämie in Höhe von 250 Euro ausgezeichnet. Das Gremium war von eurem kreativen Beitrag sehr beeindruckt.”

Die Freude über den Gewinn war natürlich groß. „Die Kinder haben sich sehr viel Mühe gegeben”, erklärt Politiklehrerin Susanne Burmester, die die Klasse zu diesem Wettbewerb animierte. Die Jungen und Mädchen entwickelten selbstständig am Computer und verteilten diesen in verschiedenen Klassen. Clou war dann die Auswertung, die die Gymnasiasten in Form eines Handys gestalteten.

Das Ergebnis ihrer umfangreichen Recherchen ergab unter anderem, dass Mädchen deutlich mehr telefonieren und SMS verschicken als Jungen. Die meisten Jungen benutzen^ ihr Handy zum Spielen7 Mo^ geln und Angeben. Im Gegensatz zu den Schülerinnen ist es den meisten Schülern wichtig, wie ihr Handy aussieht und von welcher Marke es ist. Den Mädchen ist dies zumeist egal.

Im Schnitt – so das Ergebnis der Umfrage – vertelefonieren Sechst- bis Zehntklässler pro Monat zwischen zehn und 30 Euro aus. Die meisten Handybesitzer zahlen die anfallenden Kosten von ihrem Taschengeld oder lassen sich Karten zum Geburtstag, zu Ostern oder zu anderen Anlässen schenken. „Meine Eltern zahlen mir zwar die Karten, aber dafür muss ich regelmäßig unser Auto waschen oder Holz hacken”, erzählt ein Junge.

Ein Leben ohne Handy können sich nur wenige Schülerinnen und Schüler vorstellen. Mehr als die Hälfte der Sechstklässler hat bereits ein eigenes kleines Telefon. Nur einige Kids wollen nicht allzeit erreichbar sein.

„Ich Brauche kein Handy. Es gibt ja überall Telefone, von denen ich anrufen kann”, meint ein Junge selbstbewusst. Bei den anderen Kindern, die bisher noch kein Handy haben, steht es an oberster Stelle der Wunschliste.