Eine filmische Erinnerung an die 50er-Jahre

Logo-MTvom 14.06.2005

 

Historischer Film über Petershagen nach Jahrzehnten wieder präsentiert / Programm mit Musik, Tanz und Ausstellung

Ulrich Westermann

Petershagen (Wes). Das Pädagogische Zentrum des Gymnasiums hatte sich in ein Kino der fünfziger Jahre verwandelt. Präsentiert wurde ein Programm aus Filmbeiträgen, Tanz, Musik und Ausstellungen.

Im Mittelpunkt stand der 1955 gedrehte Schwarzweiß-Film „Petershagen – Ein Familienalbum”. Auf einer Großleinwand wurde von der Petershäger Ortsheimatpflege in Kooperation mit der Kulturgemeinschaft erstmals die restaurierte Fassung des Films präsentiert.

Der Film war auf Initiative des Kunsterziehers, Philosophen und Religionspädagogen Axel Plath an der früheren Petershäger Aufbauschule entstanden. In vier Teilen erhielten die Besucher einen Eindruck vom Leben vor 50 Jahren.

Das Programm „Kino der fünfziger Jahre” wurde von fünf Arbeitsgemein-
schaften des Petershäger Gymnasiums begleitet. Geboten wurden auch
Tänze aus der damaligen Zeit.

Auswärtige Gäste waren teilweise von weither angereist. Zu den Besuchern gehörten auch Angehörige des Petershäger Abiturjahrgangs des Schuljahres 1950/1951.

Der Film begann mit Pausenszenen der damaligen Aufbauschule. Weitere Themen waren Schifferberufsschule, Tonindustrie Heisterholz, Kindergarten an der Fährstraße, Feuerwehr, DRK-Übung, Aktivitäten auf dem Sportplatz, CVJM und Paul-Gerhardt-Gemeindehaus sowie Handel, Handwerk und Gewerbe. Bei einem Streifzug durch die Straßen waren unzählige Einheimische zu sehen.

An der Programmgestaltung waren Tanz-AG (Leitung Anne Meyer), Veranstaltungs- und Audiotechnik-AG (Wilhelm Körte) sowie Schulchöre und Theatermusik-AG (Uwe Jacobsen) des Gymnasiums beteiligt. Vorgestellt wurde auch Band IV der historischen Jahrbuchreihe.

Es beinhaltet Bild- und Textbeiträge zu dem Petershäger Film aus dem Jahr 1955. Für die Recherche waren Wolfgang Battermann, Heide Credo und Uwe Jacobsen zuständig.


Diese drei Petershäger Gymnasiasten wurden von den Einrichtungs- und Gebrauchsgegen-ständen der fünfziger Jahre angelockt.
Fotos: Ulrich Westermann

Schulleiter Friedrich Schepsmeier meinte, dass das Fernsehen in den fünfziger Jahren nur vom Hörensagen bekannt gewesen sei. Schallplatten seien damals wie ein Augapfel gehütet worden. Gefreut habe man sich, das Gogomobil gegen einen VW-Käfer zu tauschen.

Ortsvorsteher und Kulturgemeinschaftsvorsitzender Hermann Kleinebenne erinnerte an die Dreharbeiten zum Film und die Erstaufführung des Streifens in der früheren Petershäger Schauburg. Der Film, in den Folgejahren unauffindbar, sei zum Stadtjubiläum 1984 aus unbekannter Quelle wieder entdeckt und als Videopräsentation vorgestellt worden.

Nach unermüdlicher Arbeit der Beteiligten sei es von Herbst 2000 an gelungen, eine haltbare Version des Films zu erstellen, die eine Präsentation mit Hilfe moderner Digitaltechnik erlaube. „Wir freuen uns, heute noch einmal das alte Stadtbild und das Sozialgefüge der fünfziger Jahre nacherleben zu dürfen.”

Nach der Premiere des Films stehen im Gymnasium weitere Vorführungen mit Rahmenprogramm an: Freitag, 17. Juni (19.30 Uhr), Sonntag, 19. Juni (16 Uhr), und Dienstag, 21. Juni (19.30 Uhr).

Die Veranstaltungsreihe wird von Ausstellungen begleitet. Gezeigt werden 800 Aufnahmen, die dem Film entnommen wurden. Bildbestellungen sind möglich. Zudem gibt es Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände aus den fünfziger Jahren sowie Sigurd-Comichefte, Sammelkarten und mehr.

Eintrittskarten gibt es am Vorverkaufstisch im Gymnasium (8 Uhr bis 8.10 Uhr sowie 10.35 Uhr bis 10.55 Uhr). Außerdem ist eine telefonische Bestellung (0 57 077 4 40) über das Schulsekretariat möglich. Zusätzlich sind die Ausstellungen am Samstag, 18. Juni, von 15.30 bis 18 Uhr zu sehen.

Kontakt

Gymnasium Petershagen

Hauptstr. 15
32469 Petershagen

05707 440
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