Duales Orientierungspraktikum

Nur schwer kann man sich als Außenstehender vorstellen, wie es an einer Uni zugeht. Irgendwie „merkwürdig“ erscheint dieses System, dass irgendwie sehr viel freier und irgendwie „lockerer“ wirkt, als das, was man aus Schule und (Neben-)Job kennt. Dieses „Nicht-genau-Wissen“ zusammen mit einer großen Unsicherheit bei der Orientierung in einem fast unendlichen Angebot an Fächern und Abschlüssen kann dazu führen, dass man sich als Schülerin und Schüler nach der Schule gegen ein Studium und für „eindeutigere“ Formen der Ausbildung, wie eine Berufsausbildung oder ein Duales Studium, entscheidet. Umso stärker tritt dieser Effekt auf, wenn auch die eigenen Eltern nicht aus eigener Studienerfahrung diese Unsicherheiten und Ängste abbauen.

Um dieser Skepsis entgegen zu wirken und bei der Berufsorientierung zu unterstützen, bieten wir am Gymnasium Petershagen seit 2008 das sogenannte „Duale Orientierungspraktikum“ an. Dieses besondere Praktikum findet parallel zum „normalen“ Betriebspraktikum der Einführungsphase statt. Es richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase, vor allem aber dabei an die Schülerinnen und Schüler, die auf keine Studienerfahrungen im Elternhaus zurückgreifen können.

Aufbau des Orientierungspraktikums

Das Duale Orientierungspraktikum besteht aus zwei Teilen.  In der ersten Woche  nehmen die Schülerinnen und Schüler an der Uni Bielefeld an Vorlesungen und Seminaren teil, in der anschließenden Zeit begleiten sie Berufstätige mit Hochschulabschluss in Betrieben.

Um das „Studierendengefühl“ noch zu verstärken, ziehen die Schülerinnen und Schüler in der Uniphase des Praktikums nach Bielefeld. Sie wohnen im Jugendgästehaus, nehmen an Vorlesungen und Seminaren aus vorher gewählten Bereichen teil, essen in der Mensa und erkunden in Kleingruppen die Stadt. Das Ganze findet, ganz unüblich für eine Schulveranstaltung, aber konsequent im Hinblick auf die für ein Studium nötige Eigenständigkeit, ohne Begleitung eines Lehrers statt.

Für die zweite Woche bemühen sich die Schülerinnen und Schüler dann eigenständig um einen wohnortnahen Praktikumsplatz bei einem Akademiker (Arzt, Rechtsanwalt,…), um über das Studium hinaus Einblicke in Tätigkeitsfelder von Hochschulabsolventen zu gewinnen.

Das Praktikum wird in der Schule vor- und nachbereitet. Die Kosten werden, neben einem kleinen Eigenanteil, durch Gelder der Familie-Osthushenrich-Stiftung und des Fördervereins des Gymasiums bestritten.

Weitere Informationen

Informationen zum Dualen Orientierungspraktikum, zum Bewerbungsverfahren usw. erhalten Schülerinnen und Schüler sowie Eltern jeweils zu Beginn der Einführungsphase im Rahmen von Jahrgangsstufenversammlungen bzw. Elternpflegschaftssitzungen.

Ansprechpartner ist Herr Bulmahn.

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