Parallel zu unserer Projektwoche fand in diesem Jahr von Mittwoch bis Freitag erstmals die Matheakademie für Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase der Oberstufe (Jahrgang 11) am Gymnasium Petershagen statt. Das Format brachte insgesamt 32 mathematikbegeisterte Schülerinnen und Schüler aus 30 verschiedenen Schulen aus OWL in Petershagen zusammen. Für die Teilnahme an der Akademie hatten sich die Jugendlichen zuvor bei der Bezirksregierung um einen der raren Plätze beworben. Finanzielle Unterstützung erhielt die Schülerakademie von der Osthushenrich-Stiftung, die das Projekt mit einer Summe von 2.200€ förderte.
Während der Woche beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit vier unterschiedlichen mathematischen Projekten. Dabei ging es beispielsweise unter dem Titel „Vom Dreieck ins Badezimmer“ um mathematische Zusammenhänge aus dem Alltag oder in einem der anderen Workshops um die Frage, wie der Scanvorgang eines Scanners funktioniert. Die mathematischen Anforderungen waren vielfältig und reichten bis hin zu anspruchsvollen Fragestellungen auf Universitätsniveau. Durchgeführt wurden die Workshops unter anderem von externen Experten: Dr. Max Hoffman und John Pascal Arndt von der Universität Paderborn, Dr. Volker Schubert vom Weser-Gymnasium Vlotho, Stefanie Kückmann vom Friedrichs-Gymnasium Herford sowie Helene Friesen und Udo Brinkmann vom Gymnasium Rahden hatten sich auf den Weg nach Petershagen gemacht, um ihre Begeisterung für das Fach Mathematik weiterzugeben.
Der Tagesablauf war entsprechend arbeitsintensiv. In drei bis vier Einheiten von jeweils eineinhalb bis zwei Stunden erschlossen sich die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Themen selbstständig oder in Gruppen. Dabei wurde gerechnet, diskutiert, ausprobiert und gemeinsam nach Lösungswegen gesucht. Auch nach dem gemeinsamen Abendessen war noch nicht Schluss. Für eine weitere Projekteinheit kamen die jungen Mathematikerinnen und Mathematiker zusammen und arbeiteten teilweise bis in den Abend hinein an ihren Fragestellungen.
Untergebracht waren die 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Jugendherberge Petershagen. Da die Jugendlichen von unterschiedlichen Schulen kamen, bot die Akademie neben der intensiven mathematischen Arbeit auch die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen Mathebegeisterten auszutauschen. So standen nicht nur Zahlen, Formeln und Lösungswege im Mittelpunkt, sondern auch das gemeinsame Erlebnis einer besonderen Woche.
Zum Abschluss präsentierten die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse ihrer intensiven Projektarbeit. Im Rahmen einer Plakatpräsentation stellten sie ihre Themen und Erkenntnisse vor und gaben den eingeladenen Eltern und Angehörigen einen Einblick in die Arbeit der vergangenen Tage. Auch Claudia Holle, Geschäftsführerin der Osthushenrich-Stiftung und Rainer Menze, Dezernent für Mathematik und Begabtenförderung bei der Bezirksregierung Detmold, waren zugegen, stellten Fragen, probierten aus und waren sichtlich beeindruckt von den Ergebnissen der Schülerakademie. Bei der anschließenden feierlichen Übergabe der Urkunden betonten sie, wie wichtig es sei, dass mathematisch interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten wird, sich über den regulären Unterricht hinaus mit anspruchsvollen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Gemeinsam tüfteln, Lösungswege entdecken und die eigene Begeisterung für Mathematik mit Gleichgesinnten teilen, dafür bot die Woche am GymPet reichlich Gelegenheit.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten und insbesondere den Organisatorinnen Frau Ehambram, Frau Wellner und Herrn Fischer, die die Schülerakademie für Mathematik mit viel Engagement begleitet und ermöglicht haben.
