„Mensabeschluss jetzt fassen“

Logo-MTvom 04.11.2008

 

Schulleiter sorgt sich um Zeitplan / Gegen neue Standortdebatte

Petershagen (mt/uv). „Da wieder anzufangen, wo man schon im letzten Winter war, bringt mindestens ein Jahr Zeitverlust – und vermutlich auch Mehrkosten“, meint Friedrich Schepsmeier. Der Leiter des Gymnasiums sieht keine Notwendigkeit zur erneuten Standortdiskussion für die Schulmensa (MT vom 30. Oktober).

In einer Stellungnahme der Schule verweist er auf die Landesvorgabe für 34 Unterrichtsstunden pro Woche in der Oberstufe und ab August 2009 auch für Klasse 9. „Schon die 7. und 8. Klassen haben jede Woche 33 Stunden. In fünf Vormittage passen aber nur 30 Stunden“, schreibt Schepsmeier und verweist auf das Abitur in Klasse 12.

Deshalb hätten Eltern, Schüler und Lehrer frühzeitig die Initiative für eine Mensa zum August 2009 ergriffen. „Denn täglich sieben Stunden ohne Mittagspause sind unzumutbar, gefährden den Lernerfolg und lassen unser Schulleben mit über 30 Arbeitsgemeinschaften verarmen“, so der Schulleiter.

Der Stadtrat habe das im März genauso gesehen und nach „penibler Prüfung aller Möglichkeiten“ einmütig einen Standort beschlossen. Geändert hätten sich seitdem die geschätzten Kosten, erkennt Schepsmeier an.

„In der Standortfrage hat sich nichts geändert: Das Schulgelände ist wie damals bebaut, zur Mensa gehören weiterhin die Zusatzangebote – und die Kosten wären an einem anderen Standort auch nicht niedriger“. Wenn jetzt keine positive Entscheidung falle, verstreiche der 30. November als Termin für den Antrag auf Landeszuschüsse.

Rasenfläche schnell ausgeschlossen

Die Rasenfläche zwischen Cafeteria, Schulgebäude und Sporthalle sei als einer der Standortvorschläge von der Verwaltung vor über einem Jahr geprüft und „sehr schnell aus sachlichen Gründen“ verworfen worden. „Als ihn im Januar mehrere Lehrer und Schüler in veränderter Form neu aufgriffen, wurde er erneut sorgfältig geprüft und beraten. Alle Gremien der Schule und der Stadt haben sich gegen diesen Standort ausgesprochen“, schreibt Schepsmeier.

Die Gründe hierfür seien: „fehlende Erweiterungsmöglichkeit, massiver Eingriff in die zentralen Funktionen des Pädagogischen Zentrums (z.B. Theaterarbeit) und der Zwang zur Anlieferung über einen ohnehin sehr engen Schulhof“. Von Betreibern stelle sich die Anlieferung sicher „niedlicher“ dar, als wenn man für die Sicherheit von 1200 Schülern verantwortlich sei.

Eine Mehrfachnutzung der Mensa sei sicher sinnvoll, meint der Schulleiter und verweist dabei auf den jährlichen Abi-Ball als größte Veranstaltung im Pädagogischen Zentrum. „Die Speisen werden im Flur zwischen den Naturwissenschaften ausgegeben. Und dieser Flur hat einen Ausgang mit Doppeltür – direkt vor dem Eingang der geplanten Mensa.“ Es bestehe auch von daher kein Grund für eine neue Standort-Debatte.

Jeder dritte Schüler in der Stadt betroffen

Der Mensabeschluss am Gymnasium betreffe jeden dritten Schüler in der Stadt Petershagen. „Wir in Petershagen sind stolz, viele Kinder aus wenig begüterten Familien zum Abitur führen zu können“, führt der Schulleiter an. Eine rechtzeitige, breit akzeptierte und zukunftsfähige Mensa bedeute auch Chancengleichheit.

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