Erste-Hilfe

J6 – Bio: In der sechsten Jahrgangsstufe findet ein erster Kontakt mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung im Rahmen des Inhaltsfeldes „Blutkreislauf“ im Fach Biologie statt. Hier haben die Schülerinne und Schüler bereits grundlegende Kenntnisse über den Aufbau, die Funktion und das Zusammenspiel vom Atmungs- und Kreislausystem erworben, sodass sich die Einführung in die Herz-Lungen-Widerbelebung organisch anschließt. Dabei stehen zunächst folgende Aspekte im Fokus:

  • Grundverständnis vom Kreislaufstillstand und den verbundenen Auswirkungen auf den Organismus
  • Grundverständnis vom Mechanismus der HLW
  • Absetzen eines Notrufs
  • Beurteilung der Bewusstseinslage
  • Beurteilung der Atmung
  • Durchführung der HLW mit korrekten Thorax-Kompressionen ohne Beatmung

Hierfür ist ein Zeitrahmen von 90 Minuten vorgesehen, der sich über zwei Einzelstunden oder eine Doppelstunde erstrecken kann. Der Inhalt ist durch einen Beschluss der Fachkonferenz Biologie legitimiert und im Curriculum verankert.

J8 – Sport: Das Wissen über die Herz-Lungen-Wiederbelebung aus der sechsten Jahrgangsstufe wird in der J8 im Fach Sport wiederholt und vertieft. Zusätzlich werden folgende Aspekte neu eingeführt:

  • Herstellung eines Aspirationsschutzes durch die stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit mit hinreichender Atmung
  • Durchführung der HLW mit Beatmung im Rhythmus 30 zu 2
  • Beurteilung der Effektivität der Beatmung
  • Nutzung des AEDs
  • Fakultativ: Durchführung der HWL mit der Zweihelfermethode

Ebenfalls ist hier ein Zeitrahmen von 90 Minuten vorgesehen, der sich wieder über zwei Einzelstunden oder eine Doppelstunde erstrecken kann. Die Ausbildung soll möglichst verantwortlich und eigenständig von Schülerinnen und Schülern des Differenzierungskurses Bio-Sport geplant, organisiert und durchgeführt werden. Der Inhalt ist durch einen Beschluss der Fachkonferenz Sport legitimiert und im Curriculum verankert.

J8 – DIFF-BS: Die Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe können das Wahlpflichtfach „Bio-Sport“ belegen und erhalten dann im zweiten Halbjahr der J8 eine 60-stündige Ausbildung zum Sanitäter (S), die mit einer ärztlichen Prüfung abschließt. Die Kursinhalte orientieren sich dabei an dem Lehrplan der Sanitäter-Ausbildung, sodass neben Basismaßnahmen der Ersten Hilfe bereits einige erweiterte Untersuchungsmethoden und differenzierte Behandlungsabläufe sowie der Einsatz von Hilfsmitteln trainiert werden. Neben den fachlichen Inhalten bildet ein erster Einblick in Gesundheitsberufe im Sinne der Berufsorientierung einen Kursschwerpunkt.  Zum Kurs gehört ein Thementag zur HLW und ein ganztägiges Intensivtraining in der Rettungswache Lahde am Wochenende.

EF:  In der Einführungsphase findet am Tag der mündlichen Abiturprüfungen eine vergünstigte Erste-Hilfe-Ausbildung für alle Schülerinnen und Schüler obligatorisch statt. Die Kursgebühr kann dann entfallen, wenn eine gültige Teilnahmebescheinigung eines Erste-Hilfe-Kurses vorliegt; allerdings wird diese Bescheinigung dann nicht aktualisiert.

Q1/Q2: In der Qualifikationsphase kann der Projektkurs „Rettungshelfer“ gewählt werden und ersetzt dann eine Facharbeit. In diesem Kurs findet eine 80-stündige Rettungshelferausbildung statt, die sich sowohl inhaltlich als auch formal nach den Vorgaben der RettAPO (2017) des Landes Nordreinwestfalen richtet. Diese Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung, die die Akademie für Gesundheitsberufe als Kooperationspartner der Schule und Aufsicht des Gesundheitsamtes abnimmt. Zum Kurs gehört außerdem ein 80-stündiges Praktikum in einer Rettungswache. Im Kurs 2018 wurden 20 Schülerinnen und Schüler und damit knapp 20% der Jahrgangsstufe zu Rettungshelfern ausgebildet.

SSD: Die Schülerinnen und Schüler des Schulsanitätsdienstes treffen sich regelmäßig alle zwei Wochen in den Räumen der Schule und trainieren verschiedene Aspekte der Ersten Hilfe.

Vertretungsstundenkonzept: In Vertretungsstunden, für die gegebenenfalls keine Aufgaben angefertigt werden konnten, können Inhalte der Ersten Hilfe unter Anleitung von ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern trainiert werden. Hier orientiert sich die Anforderungsstufe am Wissensstand der Schülerinnen und Schülern, sodass das Training von Maßnahmen sowie die Festigung von Kennnissen und nicht die Progression der Inhalte im Vordergrund stehen.

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