Langer Weg der Schüler zu Kiosk und Mittag

Logo-MTvom 08.11.2008

 

FDP und Grüne setzen sich im Ausschuss mit Standortfrage nicht durch / CDU und SPD beharren auf Aprilbeschluss

Von Uwe Vinke

Petershagen (mt). Ausführliche Begründungen auf der einen Seite, Schweigen auf der anderen Seite. So erlebten Zuhörer die Sitzung des Schulausschusses zum Mensabau am Gymnasium. Letztlich beschloss die schweigende Mehrheit aus CDU und SPD (MT von gestern).

Für 1,15 Millionen Euro soll eine Schulmensa mit Kiosk, Ausgabeküche, Personal- und Lagerraum sowie Toiletten und 123 Sitzplätze gebaut werden. Gegen diese Summe hatten nur die Grünen-Vertreter Bedenken. Die FDP hätte hier und sogar bei der Bauvariante mit Garküche für 1,5 Millionen Euro zustimmen können.

„Ich bin seit zehn Jahren Lehrer im Schulganztag mit Mensabetrieb“, verwies Günter Wehmeyer (FDP) auf seine Erfahrung in Espelkamp. „Die Küche wurde ausreichend gebaut und anfangs als Verteilküche genutzt. Nach Betreiberwechseln wird heute vor Ort gekocht.“

Damit sprach sich Wehmeyer für die dritte Variante von drei Vorentwürfen aus, die Claudia Böttger, Architektin in der Stadtverwaltung, vorstellte. Parteikollege Dietmar Meier meinte: „Die FDP ist für die optimalste Lösung, jedoch ist der Standort nicht optimal.“

Dies begründete Rüdiger Schalm (FDP) so: „Die Schüler aus den einzelnen Schultrakten müssen durch das gesamte Hauptgebäude und dann nach draußen, um zum Kiosk in der Mensa zu gelangen.“

Der Kiosk ist jedoch für einen Mensabetreiber zur Kostendeckung notwendig. Dies zeigte sich bei der folgenden Vorstellung von zwei Bewerbern. Beide verwiesen auf eine Mischkalkulation aus Essenausgabe und Verkauf.

Schalm sprach sich für den Mensabau am Schulhof an der Stelle des ehemaligen Lehrerwohnhauses aus. So könne sie für außerschulische Veranstaltungen im Pädagogischen Zentrum (PZ) genutzt werden.

Wolfgang Riesner (Grüne), selbst Architekt, plädierte für einen Küchenanbau an das PZ neben der Sporthalle. Er wollte jedoch Teile des PZ als Mensa nutzen, um Kosten zu sparen und fragte nach Plänen.

Technisch sei alles möglich, meinte Claudia Böttger, aber „hierfür gab es keinen Planungsauftrag“. Für Planungen an anderen Standorten müsse es einen Auftrag geben.

Der Auftrag für Böttger war der Ratsbeschluss vom April, nachdem eine Mensa für 550 000 Euro an die Stelle der Hausmeisterwohnung an der Bremer Straße gebaut wird. Grundlage ist die direkte Anlieferung. Zuvor waren Anbau an den jetzigen Kiosk im ehemaligen Lehrerwohnhaus (Anlieferung über Schulhof), der von Lehrern und Schülern favorisiert wurde, und Umbau der Stadtbücherei in der Verwaltung verworfen worden.

Wie zu erfahren war, wurde ein direkter Anbau an das Hauptgebäude, neben der Sporthalle nicht berücksichtigt. In diesem Fall bestände bei gleichzeitigem Abriss des Lehrerwohnhauses die Neugestaltung des Schulhofes mit geforderter Feuerwehrzufahrt.

Bei ihrer Planung habe sich gezeigt, das mit 550 000 Euro Gesetzesauflagen nicht einzuhalten seien, erklärte Claudia Böttger. Die Kosten seien auf Druck in kürzester Zeit ermittelt worden, entgegnete Bürgermeisterin Marianne Schmitz-Neuland der Kritik von Reinhard Kriese (Grüne).

Mit dem Beschluss zur Bausumme von 1,15 Millionen Euro (Entwurf 2), kann die Stadt noch zeitgerecht Landesgelder beantragen. Die Bauplanung soll bis Ende Januar erfolgen, Baubeginn im April und Bezug im Jahr 2010 sein. Der Wunsch der Schule zum Mensastart im Sommer 2009 ist nicht mehr zu erfüllen.

Da der gewünschte Zeitplan schon nicht mehr einzuhalten sei, könne doch auch über den Standort neu beschlossen werden, meinte Wolfgang Riesner. Dies wurde jedoch in kurzen Sätzen von Joachim Bertram (CDU) und Martin Sölter (SPD) abgelehnt.

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