„Diese Architektur drängt sich nicht auf“

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vom 01.05.2009

 

Petershagen (mt). Der Rat der Stadt Petershagen hat gestern Abend der Entwurfsplanung der Mensa am Gymnasium für 1,05 Millionen Euro zugestimmt. Außerdem wurde einstimmig die Vergabe über Fachlose beschlossen.

Am Ende dieser Diskussion dankte Schulleiter Friedrich Schepsmeier spontan den Ratsmitgliedern und der Verwaltung. Gerade die Vergabe an einzelne Bauunternehmer ermögliche einen zeitnahen Beginn der Arbeiten noch in den Sommerferien. Das hatte auch den Fraktionsvorsitzenden der CDU, Heinrich Schröder, sowie Fritz Tüting (SPD) überzeugt. Die Fachlosvergabe soll über eine beschränkte Ausschreibung erfolgen.

Zuvor hatte Diplom-Ingenieur Jens Plenge vom beauftragten Architekturbüro erklärt, dass es sich bei der Mensa aus seiner Sicht um „kein klassisches Generalunternehmerprojekt“ handele. FDP und Grüne stimmten der Fachlosvergabe ebenfalls zu, die Grünen waren jedoch mit dem ersten Teil des Beschlussvorschlags – der Entwurfsplanung – nicht einverstanden.

Der Entwurf sieht für die Mensa einen winkelförmigen Anbau an Gebäudetrakt B vor, der etwa 12 Meter von der Hauptstraße entfernt liegt. Das Gebäude teilt sich in Speiseraum mit 125 Sitzplätzen, Küchenteil sowie WC und Garderobe. Der Speiseraum hat ein flach geneigtes Dach mit Öffnung nach Westen, um möglichst viel Tageslicht einzulassen, erklärte Claudia Böttger von der städtischen Immobilienverwaltung.

Bistrobereich und Küche erhalten eine Wärmedämmverbundfassade. Bei der Küche sind die technischen Voraussetzungen für eine Erweiterung zum Herstellen kleiner Gerichte vorgesehen. Das Diakonische Werk habe die Förderung der Kücheneinrichtung mit 60?000 Euro in Aussicht gestellt.

Günter Wehmeyer (FDP) war mit dieser neuen Planung im Gegensatz zu Wolfgang Riesner (Grüne) äußerst zufrieden. Seine einzige Sorge: Könnten die Kosten aus dem Ruder laufen, so wie jüngst in Rahden geschehen?

Denn bei 1,05 Millionen Euro sollte Ende sein, darüber waren sich alle Fraktionen einig. Doch Jens Plenge beruhigte: „Bei uns läuft kein Projekt aus dem Ruder, Unerwartetes passiert nicht. Wenn die Kosten deutlich von der Planung abweichen, handelt es sich meist um Sonderwünsche des Bauherrn.“ Jens Plenge konnte außerdem berichten, dass die aktuellen gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich des Energiesparens bei der Mensa um 15 Prozent unterschritten werden.

Die farbliche Gestaltung sei noch nicht entschieden, erklärte Claudia Böttger. Wolfgang Riesner hatte erneut kritisiert, dass die Gestaltungssatzung der Stadt Petershagen nicht eingehalten werde. „Zwar verstoßen wir dagegen, aber man muss das Gesamtbild sehen“, entgegnete Diplom-Ingenieur Rainer Landefeld von der Stadt. „Diese Architektur drängt sich nicht auf.“ Der Neubau wird darüber hinaus vom hohen Baumbestand an der Hauptstraße verdeckt.

Nicht enthalten in den Baukosten sind die Brandschutzkosten für den B-Trakt, die auch ohne den Anbau angefallen wären. Hier fehlt eine zweite Fluchttreppe, dafür werden etwa 30 000 Euro anfallen, erklärte Claudia Böttger.

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