Entdeckungstour vor der Haustür

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vom 08.07.2010

 

Gymnasiasten nehmen Artenvielfalt an der Ösper unter die Lupe

MIC

Jenny, Ani und Niklas (von links) identifizierten bei der Exkursion an der Ösper eine rote Lichtnelke. Dabei half ein Bestimmungsbuch. Foto: Ulrich Westermann

Petershagen (Wes). Der Differenzierungskurs Biologie/Chemie der Jahrgangsstufe 8 war der Natur auf der Spur. Die Projektarbeit zum Thema „Artenvielfalt“ führte die Gymnasiasten an die Ösper in der Nähe des Deichmühlenwaldes.

 

Die Jungen und Mädchen sollten so viele Pflanzen wie möglich bestimmen. „Wir wollen damit zeigen, dass es auch vor der eigenen Haustür in der heimischen Flora viel zu entdecken gibt“, erläuterten die Fachlehrer Heiner Annemann und Andreas Knispel. Begleitet wurden die Schüler von Kornelia Fieselmann (BUND-Ortsgruppe Petershagen).

Angeregt durch experimentelle Untersuchungen zum Thema „Fließgewässer“ nahmen die Forscher den Lebensraum am Ufer des kleinen Weserzuflusses unter die Lupe. Konkret ging es darum, den Blick für die Natur im eigenen Umfeld zu schärfen sowie die vielfältigen Lebensformen neu zu entdecken und schätzen zu lernen.

Im Mittelpunkt der Exkursion standen Bäume, Sträucher, Kräuter und weitere Wildpflanzen. Rotbuche, Eiche und Esche wurden sofort erkannt. Auch beim Wiesenstorchschnabel gab es keine Probleme. „Der länglichen, leicht rötlichen Frucht hat diese Pflanze ihren Namen zu verdanken. Die fünfblättrige Blüte ist zunächst violett, dann himmelblau“, erklärte Knispel.

Insgesamt wurden in dem Öspergebiet 25 Pflanzenarten identifiziert. Darunter waren auch einige „dicke Brocken“, die erst mithilfe der Bestimmungsbücher erkannt wurden. Kriterien waren Anordnung der Blätter, Blattform, Blütenfarbe, Anzahl der Blütenblätter und Wuchs.

„Was blüht denn da?“ Jenny, Ani und Niklas hatten es in der Krautschicht mit einer Pflanze zu tun, die sie nicht sofort zuordnen konnten. „Es könnte die rote Lichtnelke sein. Wir sind uns nicht ganz sicher.“ Der Blick in das Bestimmungsbuch gab ihnen die Gewissheit, dass es stimmte. Ihr Stängel kann bis zu 80 Zentimeter in die Höhe wachsen. Die Blätter sind haarig und eiförmig zugespitzt. Die Pflanze mit der roten Blüte liebt einen feuchten Untergrund. Knispel: „Bei der Bestimmung sind Farbe und Form der Blüte von großer Bedeutung.“

Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmer eine Urkunde. „Es war eine interessante Exkursion, die wiederholt werden sollte“, meinte Cinzia, eine Schülerin des Differenzierungskurses.

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