Guten Tag

Alt und Jung lernen voneinander

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vom 28.05.2011

 

Senioren und Schüler gestalten Räume im Haus Emmaus gemeinsam um

Im Haus Emmaus arbeiten alt und jung Hand in Hand. Die Zusammenarbeit funktioniert prima. Foto: Milena Ramin

Von Milena Ramin

Minden (mr). Montag ist Maltag im Altenpflegeheim Haus Emmaus: Gemeinsam mit den Schülern des Kunstdifferenzierungskurses der achten Klassen am Gymnasium Petershagen gestalten die Bewohner Aufenthaltsraum, Friseursalon und Flur im Untergeschoss der Einrichtung neu.

Die ungewöhnliche Kooperation entstand aus dem Plan der Schule heraus, mit dem Kunstkurs eine Ausstellung zu gestalten. Gleichzeitig suchte die Leitung des Hauses Emmaus nach Chancen der Zusammenarbeit mit Jugendlichen. Von der Idee einer Zusammenarbeit waren alle Beteiligten begeistert.

In vier Gruppen verschönern die Schüler nun die Räume im Untergeschoss des Hauses, immer tatkräftig unterstützt von den Senioren.

Als Motiv entschied man sich im Flur für eine Berglandschaft. „Der Lehrer wollte das erst nicht, aber gemeinsam mit den Schülern haben wir uns durchgesetzt“, berichtet Hannelore Schlüter, eine Bewohnerin des Haus Emmaus. Sie ist stolz, auf die Arbeit, die in den letzten Wochen geleistet wurde.

Stefanie, Lisa und Angelina (14 Jahre) freuen sich über den ungewöhnlichen Lernort. „Das ist auf alle Fälle spannender als Unterricht in der Schule“, sagt Stefanie. Sie arbeiten am „Baumhaus“, einem Raum, dessen Wände am Ende den Eindruck erwecken sollen, man säße in einem Wipfel in luftiger Höhe mit Ausblick über Wiesen und Berge.

Die Idee der Schüler, den Friseursalon in Rot zu gestalten war für viele der Senioren zunächst gewöhnungsbedürftig. Im Nachhinein sind aber alle begeistert: „Es ist toll, wie das jetzt hier aussieht“, schwärmt Schwester Ilse. Sie will zwar selber nicht den Pinsel schwingen, behält aber immer den Überblick und gibt den Jugendlichen Ratschläge.

Alt und jung voneinander lernen zu lassen, das war auch die ursprüngliche Idee hinter dem Konzept, berichtet Lieseltraut Lange-Riechmann, Leiterin des Hauses. Sie freut sich über die Zusammenarbeit und sieht das Motto der Einrichtung, „ein Stück Weg gemeinsam gehen“ voll erfüllt.

Besonders stolz ist sie darüber, dass die Aktion zu einem

von neun Projekten gehört, die mit einem von Eon initiierten Förderpaket ausgezeichnet wurden. Bedanken möchte sie sich auch bei den freiwilligen Helfern, die die Schüler jede Woche aus Petershagen abholen und anschließend wieder zurück zur Schule fahren.

Professionelle Unterstützung haben die Nachwuchskünstler ebenfalls. Kunstmaler Peter Janzen steht ihnen zur Seite. „Mit allen hier zusammenzuarbeiten macht einfach Spaß“, sagt der Atelierbesitzer.

Zum Bergfest des Projektes am 30. Mai freuen sich die Beteiligten besonders auf die Würdigung ihrer Arbeit durch die Bürgermeister von Minden und Petershagen. „Wir arbeiten nicht nur generations-, sondern auch städteübergreifend!“, sagt Lange-Riechmann begeistert.

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