„Hexenjagd“ perfekt inszeniert

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vom 04.03.2014

 

TheaterAG II des Gymnasiums setzt schwierige Lektüre hervorragend um

Eine gelungene Premiere feierte die Theater-Arbeitsgemeinschaft II des Petershäger Gymnasiums. Auf dem Spielplan stand das Drama „Hexenjagd“ von Arthur Miller. Das Stück spielt in einer amerikanischen Kleinstadt im ausgehenden 17. Jahrhundert. Fotos: Ulrich Westermann

Von Ulrich Westermann

Petershagen (Wes). Eine gelungene Premiere bot die Theater-Arbeitsgemeinschaft II des Petershäger Gymnasiums. Im Pädagogischen Zentrum stand das Drama „Hexenjagd“ des amerikanischen Autors Arthur Miller auf dem Programm.

Im Mittelpunkt steht ein Hexenprozess, der im ausgehenden 17. Jahrhundert das kleine Städtchen Salem an der amerikanischen Ostküste in Angst und Schrecken versetzte. In der wahren Geschichte und auch im Bühnenstück werden zahlreiche Personen verurteilt.

Miller selbst hat bittere Erfahrungen gemacht. Vor dem Hintergrund der Kommunistenjagd, für die in den 1950er Jahren der amerikanische Politiker McCarthy verantwortlich war, entstand das Drama. Der Autor gehörte der kommunistischen Partei der USA an.

Die Mitglieder der Theater-AG des Petershäger Gymnasiums hatten nach den Sommerferien mit den Proben begonnen. Dabei ist es ihnen gelungen, menschliche Charakterschwächen und die daraus resultierenden Schändlichkeiten intensiv herauszuarbeiten.

Bevor sich der Vorhang zum zweistündigen Drama öffnete, betrat stellvertretender Schulleiter Dr. Eberhard Hagemeier die Bühne. Er wies auf die umfangreichen Vorbereitungen der Akteure unter der Leitung von Rainer Hoock und Kristina Voß hin. „Die hingebungsvolle Arbeit schweißt zusammen. Diese jungen Menschen haben es geschafft, etwas Großes zu leisten“, bekräftigte Hagemeier.

Das Drama „Hexenjagd“ sei ein wichtiges Werk von Arthur Miller und ein Klassiker der Weltliteratur. In dem Stück werde eine friedliche Gemeinschaft durch Fanatismus und Autoritätsglauben aus den Angeln gehoben, führte er weiter aus.

Das Drama beginnt mit einem zwielichtigen Treiben im Wald. Dort treffen sich Mädchen aus Salem zu nächtlicher Stunde zum Tanz. Augenzeuge ist Pfarrer Samuel Parris, der zu seinem Schrecken auch seine Tochter Betty unter den Mädchen erkennt, denn der puritanische Glaube lässt keine Vergnügungen wie Festlichkeiten und Tanzen zu.

Verdächtigungen bestimmen Alltag

Um Strafen zu entgehen, täuschen die Mädchen Anfälle vor. Es dauert nicht lange, bis das Gerücht der Hexerei aufkommt. So wird aus einer harmlosen Kinderei in den Augen der Salem-Bewohner ein Verbrechen.

Schließlich werden bisher unbescholtene Personen verdächtigt, einen Bund mit dem Teufel geschlossen zu haben. Eine große Hysterie bricht aus, Denunziationen sind an der Tagesordnung.

Die Theater-AG beeindruckte mit einer hervorragenden  Gesamtleistung. Neben den 23 Darstellern waren 18 Mitglieder der Technik-AG beteiligt. Dazu kamen Souffleusen sowie die Verantwortlichen für Maske und Programmheftgestaltung.

Das Publikum belohnte die Darbietungen mit lang anhaltendem Applaus.

Zwei weitere Aufführungen

Der Vorhang zu zwei weiteren Aufführungen im Pädagogischen Zentrum öffnet sich wieder am Freitag, 7. März, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 9. März, um 17 Uhr. Der bereits begonnene Vorverkauf wird fortgesetzt. Eintrittskarten (Erwachsene sieben Euro, ermäßigt vier Euro) gibt es im PZ vor dem Unterricht (8 bis 8.15 Uhr) sowie in den großen Pausen (9.50 bis 10 Uhr und 11.35 bis 11.55 Uhr). Vorbestellungen sind auch im Sekretariat des Gymnasiums, Telefon (0 57 07) 4 40, möglich.

Zudem ist die Tageskasse eine Stunde vor Beginn der beiden Aufführungen geöffnet.

Die Schauspieler beeindruckten mit einer hervorragenden Gesamtleistung.

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